Vom 30.5.24 bis zum 4.6.24 war mein Host Rotary Club mit mir sechs Tage in Zentral Japan.
Wir sind in Osaka gelandet und haben uns dort mit dem japanischen Partner Rotary Club meines Host Clubs getroffen, da diese ihr Jubiläum gefeiert haben.
Nach dem Fest haben wir uns Osaka angeschaut.
Die nächsten Tage haben wir uns verschiedene Tempel sowie die Natur Japans angeschaut. Wir waren auch in einer traditionellen Soja-Saucen Fabrik sowie in einem großen Aquarium.
Von einem Ort zum anderen sind dem Reisebus gefahren und haben in Hotels Übernachtet. Es gab immer leckeres, typisch japanisches Essen.
Am 4.6.24 sind wir dann vom Flughafen in Nagoya zurück nach Taiwan geflogen.
Vorletzte Woche (vom 16.5. bis zum 21.6.) haben die anderen Austauschschüler aus Taichung und ich eine Reise nach Nordtaiwan gemacht. Die ersten zweieinhalb Tage davon haben wir in Kenting verbracht, danach sind wir für zwei Tage nach Liuqiu gefahren und am Ende des Trips waren wir in der Nähe von Kaohsiung.
Am ersten Tag haben wir das Taipower Museum besucht und waren danach am Strand schwimmen, wo ich es direkt geschafft habe, mich an einem Stein leicht zu verletzen. Danach haben wir einen Spot an der Küste besucht und später Abends sind wir im Hotel angekommen und hatten Freizeit, um einen Nachtmarkt in der Nähe zu besuchen.
Am Morgen des zweiten Tages sind wir Schnorcheln gegangen. Man konnte viele Fische und Korallen sehen, es war sehr interessant. Danach haben wir Mittag gegessen und Sightseeing in der Umgebung gemacht (wir haben die Felsküste, einen Strand und den nördlichsten Teil Taiwans besucht). Später hatten wir wieder Freizeit im (und in der Nähe des) Hotels.
Am dritten Tag sind wir morgens Gokart gefahren und mit dem Boot nach Liuqiu (einer kleinen Insel nahe Kaohsiung) gefahren. Auf Liuqiu haben wir Abendbrot gegessen und hatten wieder Freizeit.
Am nächsten (vierten) Tag haben wir uns einige Höhlen und Felsen an der Küste von Liuqiu angeschaut und sind danach schnorcheln gegangen, es gab dort mehr Fische als in Kenting und sogar einige große Wasserschildkröten, leider konnten wir dort aber nicht frei tauchen, sondern wurden geführt, indem wir uns an einem Rettungsring festhielten. Leider habe ich am vierten Tag auch eine Erkältung bekommen, die mich den Rest vom Urlaub begleitet hat.
Am fünften Tag sind wir morgens wieder zur Hauptinsel Taiwans gefahren und haben uns in der Nähe von Kaohsiung ein riesiges Buddhismus Museum angesehen. Abends haben wir in einem Ferien Ort in Kaohsiung mit Hotels, einer Mall und einem Freizeitpark Übernachtet.
Am sechsten Tag sind wir morgens in den E-Da Freizeitpark gegangen und danach zurück nach Taichung gefahren.
Letzte Woche, von Freitag bis Samstag, haben wir mit den anderen Austauschschülern eine drei tägige Reise auf die Insel Penghu gemacht.
Am ersten Tag, waren wir am Strand. Wir sind dort geschwommen und uns haben uns von Jetskis auf kleinen Schlauchbooten ziehen lassen. Abends haben wir dann noch ein großes Feuerwerk über dem Meer sehen können (eines der besten Feuerwerke bis jetzt).
Am zweiten Tag sind wir zu zwei benachbarten Inseln gefahren. Auf der ersten, genannt Wang’an Island, haben wir uns ein kleines Dorf angesehen, welches größtenteils aus Korallen statt Steinen gebaut wurde. Danach sind wir weiter nach Qimei, der zweiten Insel, gefahren. Dort haben wir uns die Steilküste angeschaut, eines der bekanntesten Orte dort war ein Wehr, welches wie zwei Herzen geformt war.
Am letzten Tag haben wir uns, bevor wir zurück nach Taiwan geflogen sind, noch eine Basalt Formation angesehen, welche aus vielen rechteckigen Säulen bestand.
Unser Hotel war direkt neben dem Hafen, dort konnte man gut spazieren gehen und leckeres Streetfood kaufen.
Insgesamt hat mir die Reise sehr viel Spaß gemacht und ich fand Penghu ziemlich schön und interessant.
Ich bin jetzt schon fünf Monate in Taiwan und ich muss sagen, dass es mir sehr gut gefällt. Ich habe mich schnell an das Leben hier gewöhnt und bin glücklich mit meiner Gastfamilie und meinen Freunden. Die Sprache ist noch eine Herausforderung, aber ich kann mich schon ganz gut verständigen. Ich habe sogar an einem Sprachwettbewerb zwischen den Austauschschülern teilgenommen und den dritten Platz von 17 gemacht. Außerdem habe ich die Tocfl-Prüfung bestanden, dabei wurde mein Leseverstehen mit A1 und mein Hörverstehen mit A2 bewertet.
Die Schule ist hier anders als in Deutschland. Sie ist viel wichtiger und die Schüler haben viel mehr Druck. Sie müssen oft bis spät in den Abend lernen und Nachhilfe nehmen. Sie dürfen auch nicht die Schule verlassen, wenn sie Pause haben. Der Unterricht ist meistens frontal und dauert etwas länger als bei uns. Das Essen wird im Klassenzimmer serviert. Für mich ist die Schule aber relativ entspannt, weil ich keine Hausaufgaben machen und keine Arbeiten schreiben muss.
In meiner Freizeit habe ich immer viel zu tun. Ich mache oft etwas mit meiner Gastfamilie oder mit den Austauschschülern. Wir gehen viel essen, denn das Essen hier ist sehr lecker und vielfältig. Was ich in Taiwan eher weniger erwartet habe ist, dass es kaum Fußgängerwege gibt und man immer aufpassen muss, dass man nicht von einem Motorrad (von denen es hier sehr viele gibt) überfahren wird. Auch ist mir aufgefallen, dass viele Taiwanesen sehr auf Fahrstühle stehen. Praktisch ist dafür dann aber, dass die Treppen fast immer frei sind.
Zu Neujahr habe ich mit dem anderen Austauschschülern eine Reise nach Taipeh gemacht.
Wir haben viel gesehen, z.B. ein altes Fort, verschiedene Denkmäler und haben natürlich Taipeh erkundet. Wir waren auch auf verschiedenen Nachtmärkten und in einem kleinen Freizeitpark. Abends hatten wir meistens Freizeit.
Das Highlight der Reise war das Feuerwerk am Taipeh 101. Es war ziemlich beeindruckend am drittgrößtem Gebäude der Welt so ein Feuerwerk sehen zu können. In der nähe vom Feuerwerk ab es noch ein ziemlich großes kostenloses Konzert als Teil der Neujahrsfeier.
Insgesamt fande ich die Reise sehr schön und interessant und ich hatte viel Spaß mit den anderen Austauschülern.
Vorletztes Wochenende hat mein Rotary Club mit mir eine Reise durch Südtaiwan gemacht. Wir waren insgesamt 87 Leute, es war also häufig ziemlich voll und laut. Das war aber kein Problem, weil ich mich mittlerweile schon daran gewöhnt habe.
Am Samstag haben wir als erstes eine alte, traditionell Chinesisch gebaute Fischfarm (風水) besucht. Danach haben wir einen Park besucht, der in einem ehemaligen Hafen lag, welcher jedoch nicht mehr zu sehen ist, da sein Fluss ausgetrocknet ist. Am Abend sind wir mit dem Boot an der Küste Kaohsiungs gefahren und haben danach die Stadt noch ein bisschen zu Fuß erkundet. Unser Hotel war sehr luxuriös, in unserem Hotelzimmer gab es sogar eine traditionelle japanische Tee Trinkstelle.
Am nächsten Tag sind wir zu einem Park gefahren, der mal ein Gelände einer Süßigkeitenfabrik war und haben uns danach eine sehr schöne Tempelanlage mit großem Garten angeschaut.
Insgesamt fand ich den Ausflug sehr schön und interessant.